Wohnmobil

Womodinner in der Schweiz

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«Die Möglichkeit auszugehen ist hervorragend!»

Auswärts essen mit Wohnmobil.

Der 55-jährige Rolf Jermann, ehemals ein Profivelorennfahrer ist heute ein Wohnmobilfahrer mit «Haut und Haaren». Im letzten Jahr hat er den Verein Wohnmobilland Schweiz ins Leben gerufen. Heuete sind 130 (!) Restaurants in der Schweiz dem Verein angeschlossen. Die Womo-Fahrer können wöchentlich zum Auswärtsdinner bei einem Restaurant in der näheren oder weiteren Umgebung. Und es ist gut. Sehr gut sogar. Wir waren in Alchenstorf  (Zwischen Wynigen und Koppigen) zum Znacht. Nach dem gemütlichen Apéro mit einem ehemaligen Schüler haben wir ein Nachtessen genossen, welches unter dem Prädikat «sehr schön serviert, Topessen und exklusive Weine» läuft. Doch beginnen wir von vorne:

Zuerst sind wir mit dem Wohnmobil hinter dem Restaurant einquartiert worden. Stromanschluss ein paar Meter weit entfernt und das Wasser ab eigener Quelle im Haus.

Nachher haben wir das Nachtessen bestellt. Der Salat vorweg mit der Sauce von Isa ist schon einmalig, die Cordon-Bleus super und das Dessert wirklich ein Hammer! Dazu haben wir Wein getrunken aus Spanien – einen edlen Wein aus dem Rueda. Kurz nach dem Nachtessen gab es einen Kaffee mit Cognac und Rahm. Nach dem Abendgespräch, etwas TV (natürlich Sport), freuten wir uns auf die erste Nacht im Wohnmobil in diesem Jahr. (Es war etwas kalt: Ich hatte vergessen, alle Fenster zu schliessen…) Morgens ging ich mit meinem Hund zum Spaziergang und bestellte das Morgenessen in den Camper, welches nachher herrlich auf dem Morgentisch im Camper serviert wurde: Butter, Konfi, Gipfeli und Brot, Chäse, Schinken und ein Rührei pro Person. Wir schwelgten schon wieder!

Rolf Jermann
Rolf Jermann
Schwanen Alchenstorf
Dessert und Kaffee Schwanen
Cordon bleu

Doch wo geht das hin?

Das Womodinner war erfolgreich dank der Pandemie. Und wie geht es weiter. Der Verein Womoland Schweiz schreibt dazu: «Die Initiative «WohnmobilDinner» während des Lockdowns war sehr erfolgreich und zeigte, dass bei Wohnmobilisten ein Bedürfnis nach «dine and sleep» besteht. Wohnmobilland Schweiz möchte darum «WohnmobilDinner» in angepasster Form weiterführen. Gasthäuser, welche künftig Übernachtungsplätze anbieten, können sich für das Label «Wohnmobil willkommen» bewerben.

Zwingende Vorgaben:

  • Gasthäuser bieten Parkplätze für Wohnmobile an (Mindestgrösse 3.20 x 8m). Es muss mindestens Platz für zwei Wohnmobile bieten und die Fläche soll möglichst eben sein (maximale Höhendifferenz auf 5m: 20cm).
  • Restaurantgäste dürfen nach dem Essen auf dem Parkplatz übernachten.

Das Angebot muss auf unserer Webseite «Wohnmobilland Schweiz» ersichtlich sein.

Wie Rolf Järmann erklärt, hätten sich schon viele Wirte dazu bereit erklärt und Barbara Badetscher vom Restaurant Thalsäge erläutert weiter:  «Natürlich freuen wir uns, weiterhin Womo-Gäste zu bedienen, Sie müssen sich aber vorher anmelden, so können wir den Parkplatz reservieren!» Und vor allem Freitag und Samstag hätten sie viele Gäste, welche mit dem PW zum Essen kämen.

Alte Sumpfschüür Oberburg
Vorspeise in der Sumpfschüür
Vorspeise in der Sumpfschüür
Das Süppchen in Oberburg
Der Hauptgang in der Sumpfchüür
Feinste Weine in Oberburg
Feinste Weine in Oberburg
Familie Barbara und Ueli Badetscher 1

Womo-Schlemmer-Dinner

Auch die Familie Berger in Alchenstorf (im Restaurant Schwanen) oder Dieter Walliser in der Alten Sumpfschüür Oberburg möchte das Womodinner weiterführen. Alle sagen das Gleiche: «Bitte voranmelden!» Und Dieter Walliser meint dazu: «Die Wohnmobilgäste sind uns dankbar, auch wenn sie in Zukunft (nach der Pandemie) im Restaurant oder auf der Terrasse essen dürfen.» Das Restaurant Alte Sumpfschüür in Oberburg hat eine exzellente Küche. Das Womo-Schlemmer-Diner bietet entweder ein Nachtessen à la carte oder für richtige Schlemmer ein Sechsgangdinner mit allem Drum und Dran. Und es ist köstlich!

 

Extra ein Womo-Parkplatz eingerichtet

Die Familie Berger in Alchenstorf, selber Womo-Fahrer hat extra einen Womo-Parkplatz eingerichtet, damit sie in der Pandemie die Womo-Gäste bestens bedienen können. Direkt hinter dem Restaurant ist ein Parkplatz für sechs Wohnmobile bis 8 Meter Grösse mit Strom, Frischwasser ab eigener Quelle, einer Toilette und viel Service. Bereits beim Einparken haben wir das Apéro bestellen können.

 

Markus Berger sagt dazu: «Wir hoffen natürlich, dass die Womo-Fahrer(-innen) auch nach der Pandemie zu uns kommen. Vielleicht müssen sie das Menu im Restaurant essen, aber die Heimfahrt ist kein Problem. Schlafen kann man hier gut und das Morgenessen ist super! Was aber wichtig ist: Die Womo-Touristen müssen sich voranmelden, damit sicher genügend Platz für ihren Camper zur  Verfügung steht.»

Die Wohnmobilisten machen sich breit...
Bodenständige Kost im Restaurant Thalsäge

Sagi-Kotelett – währschaft und fein!

Am Gründonnerstag hat es uns ins Restaurant Thalsäge bei Lützelflüh verbannt. Bei unserer Ankunft waren schon fünfzehn Wohnmobile am Strom. Unser Platz entsprechend der Länge des Womo an der Seite des Restaurants direkt beim Eingang zur Küche. Von Barbara Badetscher hören wir bald, dass sie an diesem Abend ausverkauft sind. «Die Wohnmobile bringen der Familie etwas Unterhaltung, die Küche kann in Betrieb sein, wir sind froh über diese Möglichkeit zu arbeiten!» Später am Abend kommt noch einer, bekommt einen Platz bei der Sägerei, die dem Bruder der Chefin gehört und der bekommt auch etwas aus der gut bürgerlichen Küche. Wir essen ein Sagikotelett (300 Gramm) und Christine freut sich auf die Rindsfiletwürfel an der Whysky-Sauce. Das Morgenessen ist auch hier super: Ich bestelle mir meine Spiegeleier und Christine geniesst ein 3-Minutenei vor dem Morgenessen mit Käse, Butter, Konfitüre und der Portion Fleisch mit Salami und Aufschnitt. Der Ausflug war ein Hit!

Rindsfiletwürfel an Whyskysauce in der Thalsäge
Das Emmental-Dessert in der Thalsäge
Das Morgenessen im Restaurant Thalsäge

Weitere Infos unter: Wohnmobilland.ch oder  unter Womodinner.ch. Es gibt im Moment gesamtschweizerisch rund 230 Plätze, welche besucht werden können.

 

Text: Max Riesen, Bilder: Max Riesen und Urs Rüedi

Tags: empfohlen, Neu

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